| Umrundung des Biggesees |
|
|
|
|
Seite 1 von 2
27.12. Die 10. Tour zwischen den Jahren beginnt mit einem Negativrekord. Nur zwei Teilnehmer sind in diesem Jahr mit auf der Tour. Um 11:00 Uhr erreichen Robin und ich die Stadt Olpe am Biggesee. Hier am Schwimmbad parken wir das Auto und packen die letzten Einkäufe zusammen. Unterstützung bei der Tour erhalten wir von Charly, Robins Hund der in diesem Jahr genug Kraft hat um die gesamte Strecke zu laufen. Das Wetter ist grau und nass als wir drei uns auf den Weg nach Norden machen. Robin hat eine Landkarte mitgebracht, auf der auch einige Schutzhütten verzeichnet sind. Bei Eichehagen wechseln wir auf die andere Seite vom Biggesee um über die Talbrücke Sondern wieder auf „unsere“ Seite zu wechseln. Diese Idee haben wir bis sich vor uns eine Brückenbaustelle auftut, die wir auch durch Umgehung aller Verbotsschilder nicht überwinden können. Also entwerfen Robin und ich einen neuen Plan. Wir werden den Biggesee in einer Art 8 umrunden. Mit diesem Ziel marschieren Robin, Charly und ich also auf der Westseite weiter nach Norden. Hier „drüben“ wird es zwar etwas einsamer, aber wir gehen weite Strecken an der Hauptstraße entlang was nicht gerade zur Einsamkeit beiträgt. Alles in allem also ein eher holpriger Anfang der Tour zwischen den Jahren 2011. Um kurz nach vier erreicht unsere kleine Truppe die Staumauer und es fängt bereits an zu dämmern. Robin und ich haben uns für eine kleine Schutzhütte oberhalb von der Staumauer entschieden. Im letzten Büchsenlicht kommen wir an der Hütte des Sauerländer Gebirgsvereins an. Die Hütte ist zwar abgeschlossen aber es gibt vor der Hütte ein paar breite Bänke die uns als Bett dienen sollen. Auf einem kleinen Platz an der Hütte haben unbelehrbare etwas Unordnung hinterlassen und Robin und ich kehren im wahrsten Sinne des Wortes erst mal die Scherben zusammen. Von hier oben haben wir einen schönen Blick über den See und eine beleuchtete Ortschaft am Fuße der Staumauer. Nach kurzer Zeit ist das Essen zubereitet und mit einem guten Tropfen lassen wir den Tag ausklingen.
28.12.
Um zehn Uhr starten wir in den zweiten Tag der Tour. Unser erstes Ziel ist der Campingplatz Waldenburg. In einem kleinen Laden können wir unsere Vorräte auffrischen, was sich bei mir auf Wasser und bei Robin auf Zigaretten beschränkt. Den nächsten Stopp legen wir an der Burgruine Waldenburg ein. Hier gibt es ein paar Fotos und nach kurzer Rast marschieren Robin, Charly und ich weiter Richtung Süden. Unser Weg führt uns heute über ein paar kleine Wanderwege abseits vom Trubel am See. Auf den Höhenlagen kommen wir zwar nicht so schnell vorwärts, dafür ist die Strecke aber umso schöner. Unser Trio folgt verschiedenen Wanderwegen bis wir bei Eichenhagen erneut den See überqueren. Als Ziel der heutigen Etappe hat Robin eine kleine Schutzhütte zwischen Bühren und Schreibertshof heraus gesucht. Gegen 17:00 Uhr erreicht unsere Gruppe die Kreuzung im Wald an der die Hütte liegen soll. Es fängt leicht an zu regnen und wir sind froh gleich am Lager zu sein. Leider steht an besagter Kreuzung keine Hütte. Fast eine Stunde suchen wir die umliegenden Waldwege nach dieser „dämlichen“ Hütte ab. Wie das wohl ausgegangen ist kann sich ja jeder denken.
29.12. Am nächsten Morgen wachen Robin, Charly und ich unter einer Plane in einem kleinen Fichtenwald in der Nähe der „Hütte“ auf. Die Nacht war stürmisch aber OK. Seit der Tour 2006 auf dem Bonifatiusweg haben wir nicht mehr „im Wald“ übernachten müssen. Aber was soll es, davon stirbt ja bekanntlich keiner.
Der Rest von der Tour ist schnell erzählt. Um 10:00 Uhr starten wir in den Tag und bei Wetterwechsel zwischen Trockenheit, Regen und Graupelschauer erreichen Robin, Charly und ich gegen 12:00 Uhr den Parkplatz am Schwimmbad. Somit geht die 10. Tour zwischen den Jahren zu Ende. Es war keine Tour der Rekorde aber was sollte man von einer Jubiläumstour eigentlich erwarten? Nichts denken wir, denn es kommt wie bei jeder Tour auf das Erlebnis an und das hat man an genau diesen Tagen nur einmal....
|